Unterernährung und Mangelernährung – was ist der Unterschied?
- Unterernährung bedeutet: Der Körper bekommt insgesamt zu wenig Energie (Kalorien).
- Mangelernährung bedeutet: Es fehlen bestimmte Nährstoffe – z.B. Eiweiß, Vitamine oder Mineralstoffe.
Beides kann auch gleichzeitig auftreten.
Gerade bei älteren Menschen kommt das häufig vor, weil Appetit, Geschmack, Beweglichkeit oder Schluckfähigkeit nachlassen.
Anzeichen von Mangelernährung erkennen
Typische Warnzeichen sind:
- ungewollter Gewichtsverlust
- Kleidung sitzt lockerer, Gürtel muss enger
- Müdigkeit, weniger Kraft, häufiger Schwindel
- langsame Wundheilung, häufigere Infekte
- weniger Appetit, kleine Essmengen reichen „nicht mehr“
- sichtbarer Muskelabbau (Arme, Beine)
Ein hilfreicher Richtwert: Gewichtsverlust von >5% in 3 Monaten sollte ernst genommen werden.
Folgen für Gesundheit und Alltag
Unter- und Mangelernährung können:
- die Muskeln abbauen (Sturzrisiko steigt)
- die Abwehrkräfte schwächen (Infekte)
- die Genesung nach Erkrankungen verzögern
- Druckstellen/Wunden begünstigen
- zu mehr Pflegebedürftigkeit führen
Was hilft: Energie + Eiweiß gezielt erhöhen
Praxisnah und gut umsetzbar:
- Eiweiß in jede Mahlzeit einbauen z.B. mit unseren Proteinpulvern in leckeren Geschmackssorten oder neutral (Milchprodukte, Eier, Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch – je nach Verträglichkeit)
- Kalorien „unsichtbar“ erhöhen: z.B. Öl, Sahne, Nussmus, Butter (wenn passend)
- proteinreiche Shakes oder Aufbaunahrung als Ergänzung
- kleine Mahlzeiten, dafür häufiger (z.B. 5–6× am Tag)
Mineralstoffe und Flüssigkeit sichern
Viele trinken zu wenig – besonders bei Schluckproblemen. Achte auf:
- regelmäßige Trinkangebote (auch kleine Mengen zählen)
- Getränke anpassen (z.B. andicken, wenn nötig)
- Mineralstoffe und Vitamine mit Hilfe von unseren Mineral-Liquiden im Blick behalten
Merksatz: Nicht „mehr essen“ ist das Ziel – sondern zielgerichtet: mehr Protein, genug Energie und ausreichend Flüssigkeit.